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Sommer, Sonne, UV- und Hitzeschutz
Beschäftigte, die im Freien arbeiten, müssen vor gefährlicher UV-Strahlung der Sonne geschützt werden. © iStock/Getty Images Plus/blyjak

Interviews : Sommer, Sonne, UV- und Hitzeschutz

Bereits im Frühling sollte Hautschutz Thema sein. Experte Dr. Marc Wittlich erklärt, wie sich Beschäftigte vor schädlichen UV-Strahlen schützen.

Bei blauem Himmel beneiden die Beschäftigten in Büro und Lager diejenigen, die das schöne Wetter draußen genießen können. Doch wer an der frischen Luft arbeitet, braucht besonderen Schutz. Ohne ihn können UV-Strahlen die Gesundheit schädigen, etwa zu hellem Hautkrebs und Augenschäden führen. Im Sommer kommt noch die Belastung durch Hitze hinzu. Auch hier sind spezielle Schutzmaßnahmen nötig, um Erkrankungen wie etwa einem Hitzschlag vorzubeugen.

Für Arbeitsplätze im Freien ist der Schutz vor Witterungseinflüssen in der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV, Anhang 5.1) vorgeschrieben. Welche Maßnahmen am jeweiligen Arbeitsplatz erforderlich sind, gehört auch in die Gefährdungsbeurteilung. Arbeitgebende müssen die Arbeitnehmenden zudem zu Schutzmaßnahmen vor Hitze und UV-Strahlung unterweisen. Dr. Marc Wittlich vom Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) untersucht im Projekt GENESIS-UV Berufe mit besonders hoher Belastung.

Portraitbild von Marc Wittlich
Dr. Marc Wittlich, IFA © DGUV

Herr Dr. Wittlich, welche Berufsgruppen sind denn von UV-Strahlung besonders betroffen?

Beschäftigte etwa im Fassadenbau, im Straßenbau sowie im Dachdeckerhandwerk sind besonders viel UV-Strahlung ausgesetzt. Auch bei Mauerarbeiten, in der Stahlbaumontage sowie für Schäferinnen und Schäfer zeigten sich bei den Messungen hohe UV-Werte. An der Spitze liegen derzeit übrigens die Beschäftigten in der landwirtschaftlichen Versuchstechnik. Seit Beginn des Projekts 2014 haben etwa 1.000 Arbeitnehmende teilgenommen. So konnten wir bislang gut 240 verschiedene Berufe und Tätigkeitsgruppen untersuchen.

Sie leiten das Forschungsprojekt GENESIS-UV am Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Worum geht es dabei?

Wir untersuchen die tatsächliche UV-Belastung von Beschäftigten während ihrer Tätigkeit im Freien. Dazu tragen die Arbeitnehmenden für die Dauer der jeweiligen Messkampagne von April bis Oktober ein Messgerät am Arm, das Daten sammelt, während sie ihrer normalen Arbeit nachgehen. Wir erfahren dadurch, welcher UV-Belastung Beschäftigte in verschiedenen Berufen und Tätigkeitsgruppen wirklich ausgesetzt sind, und können so effektivere, individuell angepasste Schutzmaßnahmen entwickeln.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt GENESIS-UV

Autorin: Yvonne Millar