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Neues kurz erklärt

Umfragen, Forschungsergebnisse und aktuelle Urteile, die Ihren Betrieb in punkto Sicherheit und Gesundheit positiv beeinflussen können.

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kommmitmensch

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er kommmitmensch der Woche. Jede Woche wird auf dem Facebook-Kanal der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften der kommmitmensch der Woche ausgezeichnet. Die Ehrung geht an Menschen und Organisationen, die sich besonders um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit verdient machen und Themen wie Inklusion im Berufsalltag voranbringen. Nominierungen sind stets erwünscht: per E-Mail an socialmedia@dguv.de oder via Facebook, Twitter und Instagram. Dort gibt es auch weitere interessante Informationen und Diskussionen – Hashtag #kommmitmensch.

facebook.com/UKundBG

Studie zu Smart Devices
Belastung erhöht

Studie zu Smart Devices

Smarte Unterstützung oder technische Behinderung? Ob Smart Devices wie Datenbrillen und Headsets Beschäftigte in der Informationsverarbeitung wirklich unterstützen, hat das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung Dortmund (IfADo) an 24 Testpersonen untersucht. Das IfADo ermittelte anhand verschiedener smarter Geräte, wie Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung beeinflusst werden, wenn Menschen in Bewegung sind. Stehen die Testpersonen und erledigen dabei wiederkehrende Aufgaben, gelingt das mit einem Headset schneller als ohne und besser als mit der Datenbrille. Für Aufgaben im Gehen ist dagegen eher die Datenbrille förderlich. Bei starker zusätzlicher Ablenkung erwies sich die Anzeige im Display der Datenbrille allerdings als eher hinderlich und sollte deshalb abschaltbar sein. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam bereits das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der DGUV in Bezug auf Beschäftigte, die mit dem Stapler unterwegs sind und Waren einsammeln. Alle Systeme führten zu einer signifikant erhöhten Belastung und sind daher (bisher) nur eingeschränkt zu empfehlen.

Studie des IfADo

Studie des IFA

100 Jahre Sicherheitsbeauftragter
Jubiläum

100 Jahre Sicherheitsbeauftragter

Seismographen für Gesundheitsgefahren im Betrieb. Am 20. Oktober jährt sich die Schaffung des heutigen Ehrenamts der Sicherheitsbeauftragten (SiBe) zum hundertsten Mal. Nannte der Verband der deutschen Berufsgenossenschaften das Amt aufgrund der hohen Zahl tödlicher Arbeitsunfälle zunächst Unfallvertrauensperson, entwickelte sich die Aufgabe im Laufe der Jahrzehnte vom Arbeitsschutz zum Gesundheitsschutz und zur Verhütung von arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Neben der fachlichen Qualifikation werden methodische und soziale Kompetenzen immer wichtiger für die derzeit 670.000 SiBe. „Sie verankern Sicherheit und Gesundheit im Betrieb und sind Seismographen für Probleme oder akut auftretende Gefährdungen. Wir freuen uns, dass so viele Sicherheitsbeauftragte an unseren Fortbildungen teilnehmen“, sagt Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). SiBe sind ansprechbar für alle Kolleginnen und Kollegen im Betrieb. Sie können unmittelbar auf Mängel hinweisen und ihre Ideen für mögliche Verbesserungen einbringen.

dguv.de > Webcode d1146574

Bewerben Sie sich!
kommmitmensch

Bewerben Sie sich!

Die kommmitmensch-Kampagne auf der A+A in Düsseldorf. Dieses Jahr ist die Kampagne der gesetzlichen Unfallversicherung mit einem besonderen Programmpunkt auf der weltgrößten Arbeitsschutzmesse vertreten: dem kommmitmensch Film & Media Festival der A+A 2019. Hier werden Filme zum Thema Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit gezeigt und ausgezeichnet. Interessierte können sich außerdem am Stand der Kampagne kommmitmensch zu den Handlungsfeldern im Arbeitsschutz informieren und mit Vertreterinnen und Vertretern der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften ins Gespräch kommen. Auf der A+A sind Ausstellende und Gäste aus der ganzen Welt vertreten. Vorgestellt werden Produkte, Lösungen und Ideen zum Arbeitsschutz, durch die Beschäftigte sicherer, gesünder und effizienter arbeiten können.

aplusa.de

Bakterien heilen
Neue Forschungsergebnisse

Bakterien heilen

Bakterien helfen gegen Stress. Eine Studie des Universitätsklinikums Tübingen hat nun bestätigt: Probiotika können sowohl die Stressverarbeitung verbessern als auch gesunde Menschen beim Umgang mit Stressbelastung unterstützen. Probiotika siedeln sich nach der Einnahme im Darm an und unterstützen gemeinsam mit anderen dort ansässigen Bakterien die Verdauung. Außerdem produzieren sie Vitamine. Die Tübinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten Versuchspersonen, die einer stressigen Alltagssituation ausgesetzt wurden. Ihre Gehirnaktivitäten wurden jeweils vor und nach der Einnahme der Bakterien oder eines Placebos untersucht. Resultat: Mit Bakterien verändert sich die Stressverarbeitung, und zwar zum Positiven. Bisher wurde erst ein Probiotikum untersucht (B. longum 1714TM), jetzt wird geprüft, ob andere Probiotika sich ebenfalls positiv auf Stress auswirken.

medizin.uni-tuebingen.de

Starke Unternehmen durch Inklusion
Preisverleihung

Starke Unternehmen durch Inklusion

Starke Unternehmen durch Inklusion. Der „Inklusionspreis für die Wirtschaft“ zeichnet Unternehmen aus, die sich besonders um die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung verdient machen. Im Jahr 2019 zeichnete die Jury fünf Unternehmen aus, darunter die Schär Werkzeug-Maschinenhandel GmbH. Für den Kleinbetrieb ist Inklusion die Antwort auf den Fachkräftemangel: Drei von acht Mitarbeitenden sind schwerbehindert. Der Geschäftsführer setzt auf Fähigkeiten, nicht auf Berufsqualifikationen und sorgt, wenn nötig, für die passenden Weiterbildungen. Aufgrund der guten Erfahrungen bildet Schär außerdem zwei junge Menschen mit Behinderung aus – und profitiert von deren Stärken. So arbeitet der Azubi mit Asperger- und Tourette-Syndrom sehr genau und gründlich, wie dies oft bei Asperger der Fall ist. Mitglieder seines Teams lösen etwaige, durch seine tourettebedingten Ticks ausgelösten Missverständnisse auf und geben ihm Sicherheit. Der stärkenorientierte Ansatz funktioniert gut und wurde von der Jury ausgezeichnet. Der Preis wurde 2019 bereits zum siebten Mal vergeben. Mehr Informationen finden sich unter:

inklusionspreis.de

Neue Broschüre der iga.
Pflegende Beschäftigte

Neue Broschüre der iga.

Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.1,5 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten und pflegen gleichzeitig eine angehörige Person. Das stellt auch Arbeitgebende vor Herausforderungen. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga.) bietet mit dem neuen iga.Wegweiser „Beruf und Pflegeverantwortung“ Hilfe an. Dort findet sich ein Acht-Schritte-Programm, mit dem Führungskräfte die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf im Betrieb unterstützen und verbessern können. Ziel ist es, qualifiziertes Personal auch in schwierigen Lebenslagen zu halten. Ein Notfallplan enthält Sofortmaßnahmen für den Fall, dass Angehörige von Beschäftigten plötzlich pflegebedürftig werden. Die vorgestellten Maßnahmen werden durch Praxisbeispiele ergänzt. Zusätzlich informiert die iga.Broschüre über alle wichtigen gesetzlichen Regelungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Der Wegweiser kann kostenlos heruntergeladen werden unter:

www.iga-info.de

Defekte Geräte: Hände weg!
Elektrounfälle

Defekte Geräte: Hände weg!

Elektrogeräte mit Defekt ernst nehmen. Zwar sind nur 0,2 Prozent aller Arbeitsunfälle Elektrounfälle. Ein tödlicher Ausgang ist aber 25-mal wahrscheinlicher als bei anderen Arbeitsunfällen. Hauptursache sind defekte Geräte, beschädigte Kabel und unsachgemäß durchgeführte Reparaturen. Deshalb empfiehlt die BGN bei defekten Geräten: Hände weg! Sie müssen fachgerecht repariert werden und dürfen auf keinen Fall provisorisch zurechtgeflickt werden. Außerdem empfehlen die Fachleute der BGN, dass Kabel regelmäßig auf Brüche und Knicke geprüft werden sollten, und zwar von einer Elektrofachkraft. Bei defekten Kabeln oder Geräten sollte sowieso immer eine Fachkraft hinzugezogen werden. Diese ist für den fachgerechten Umgang mit Strom ausgebildet. Damit es erst gar nicht zu Beschädigungen kommt, sollten Elektrogeräte immer sorgfältig behandelt werden: nicht am Kabel aufhängen, dieses auch nicht knicken, einklemmen und nicht daran zerren und keine Lasten auf Kabel stellen. Mehr dazu weiß die BGN:

medien.bgn.de

Soziale Aktivitäten steigern Lebenszufriedenheit
Glücksstrategien

Soziale Aktivitäten steigern Lebenszufriedenheit

Nicht alle Glücksstrategien sind gleichermaßen erfolgreich. Karriere, mehr Einkommen, ein bestimmter Lebensstil: Die Vorstellungen davon, was es braucht, um das persönliche Wohlbefinden zu steigern, sind sehr verschieden. Nach einer Gemeinschaftsstudie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, der Universität Leipzig und des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung sind es vor allem soziale Aktivitäten, die langfristig die Lebenszufriedenheit steigern können. Denn diejenigen Befragten, die ihr Wohlbefinden vorrangig mit solchen Aktivitäten verbinden, äußerten sich bei der Befragung zufriedener mit ihrem Leben. Das ist auch für Unternehmen von Relevanz. Denn schon allein indem sie für ein Arbeitsumfeld sorgen, das den Austausch, das informelle Gespräch und eine rege Kommunikationskultur im Unternehmen fördert, können Betriebe und Führungskräfte zu mehr Zufriedenheit ihrer Beschäftigten beitragen. Studien belegen den hohen Stellenwert, den ein gutes Betriebsklima aus Arbeitnehmendensicht genießt.

mpib-berlin.de

Cyber Security
Trends 2019

Cyber Security

Auf dem neuesten Stand in Sachen Cyber Security. Digitalisierung und Vernetzung bieten eine Vielzahl an Chancen, aber auch Risiken. Was die IT-Sicherheit betrifft, sind viele Unternehmen nicht so gut aufgestellt. Cyberkriminalität verändert sich ständig und es fällt schwer, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Der TÜV Süd erklärt deshalb, was Unternehmen rund um Cybersicherheit für das Jahr 2019 wissen müssen. Die „Cyber-Security-Trends 2019“ umfassen Datenschutz, Social Engineering, Schatten-IT, Künstliche Intelligenz, Cloudlösungen und vieles mehr. Die informative Broschüre gibt einen guten Überblick darüber, worauf sich Betriebe in der nächsten Zeit einstellen sollten, und kann auf der Website des TÜV heruntergeladen werden.

tuev-sued.de > „cyber security“

Erschöpfte Führungskräfte
Psychologie

Erschöpfte Führungskräfte

Erschöpfte Führungskräftehaben negative Auswirkungen auf Mitarbeitende. Psychologinnen der Universität Bamberg untersuchten in einer Studie die Auswirkungen von Stress von Führungskräften auf ihre Mitarbeitenden. Wenn Führungskräfte überanstrengt sind, können sie Belastungen für sich selbst und das Team schlechter reduzieren. Auch fällt es ihnen schwerer, ihr Team zu inspirieren und zu motivieren. Nach einigen Monaten zeigen sich negative Auswirkungen im gesamten Team: Die Mitarbeitenden fühlen sich nicht nur weniger wohl, sie leiden auch vermehrt unter körperlichen Beschwerden wie Kopfund Magenschmerzen. Was heißt das nun für Betriebe? „Oftmals wird bislang die Gesundheit der Führungskräfte zu wenig fokussiert. Organisationen sollten gesundheitsbewusstes Verhalten ihrer Beschäftigten einschließlich der Führungskräfte fördern und einen entsprechenden Rahmen bieten“, empfiehlt Studienleiterin Prof. Astrid Schütz. Ein Beispiel wären Schulungen für Führungskräfte, in denen diese lernen, wie sie gesundheitsförderlich mit sich selbst und ihren Teams umgehen können.

uni-bamberg.de > „Erschöpfte Führungskräfte

Duschen auf Dienstreise
Versicherungsschutz

Duschen auf Dienstreise

Duschen ist während einer Dienstreise nicht versichert. Das Landessozialgericht (LSG) Erfurt entschied, dass Arbeitnehmende auf Dienstreise keinen Unfallversicherungsschutz genießen, wenn sie während des Duschens verunfallen. Der Kläger in diesem Fall, ein Projektleiter, rutschte während einer Dienstreise morgens im Hotel in der Dusche aus und brach sich das Knie. Die Berufsgenossenschaft hatte dann verneint, dass ein Arbeitsunfall vorliegt. Der Ar beitnehmer klagte dagegen, das Sozialgericht wies die Klage ab. Daraufhin ging der Arbeitnehmer in Berufung und auch diese wurde nun vom LSG in Erfurt abgelehnt. Duschen als höchstpersönliche Verrichtung (wie beispielsweise auch die Nahrungsaufnahme oder andere eigenwirtschaftliche Handlungen) stehe laut dem Gericht nicht in einem sachlichen Zusammenhang mit der – versicherten – Arbeitstätigkeit. Dies gelte auch auf einer Dienstreise.

juris.de > „Duschen auf Dienstreise“

Vorbildfunktion bei Erkrankungen
Muskel- und Skeletterkrankungen

Vorbildfunktion bei Erkrankungen

Führungskräfte haben Vorbildfunktion. Eine Untersuchung der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie zu Muskel- und Skeletterkrankungen (MSE) ergab, dass die Betriebsbesichtigung und Beratung von Aufsichtspersonal der Unfallversicherungsträger in Betrieben mit Arbeitsschutzmängeln zu Verbesserungen in allen MSE-relevanten Bereichen führt. In einem Zeitraum von fünf Jahren wurden 13.000-mal Betriebe besucht. Weitere Erkenntnis der Studie: Für eine erfolgreiche Prävention von MSE kommt es sowohl auf die Verhältnisse und Strukturen im Betrieb als auch auf das individuelle Verhalten der Beschäftigten an. Eine besondere Rolle kommt dabei den Führungskräften zu: Leben sie ein positives Präventionsverhalten vor, erzielen Unternehmen in allen MSE-relevanten Bereichen deutlich bessere Ergebnisse.

gdabewegt.de > Presse

Wegeunfall beim Telefonieren?
Urteil

Wegeunfall beim Telefonieren?

Ein Zusammenstoß mit der U-Bahn auf dem Heimweg ist kein Wegeunfall, wenn dabei telefoniert wird. So entschied zumindest das Sozialgericht Frankfurt am Main. Eine Hotelfachangestellte hatte auf dem Weg vom Arbeitsplatz nach Hause mit dem Handy telefoniert, als sie einen unbeschrankten Bahnübergang überquerte und sowohl das Rotlicht als auch die herannahende Bahn übersah. Sie erlitt schwere Kopfverletzungen, die eine monatelange stationäre Behandlung nach sich zogen. Videoaufzeichnungen und Zeugenaussagen ergaben, dass die Frau zum Zeitpunkt des Unfalls mit dem Handy telefonierte. Daraufhin lehnte es die zuständige Berufsgenossenschaft (BG) ab, den Unfall als Arbeitsunfall anzuerkennen. Die Hotelangestellte legte Klage ein. Das Sozialgericht Frankfurt gab der BG Recht und wies die Klage ab: Zwar sei die Klägerin auf dem Weg nach Hause gewesen, der nicht versicherte Vorgang des Telefonierens habe aber überwogen und die Frau vom Verkehrsgeschehen abgelenkt. Dies habe maßgeblich zum Unfall geführt.

dejureorg.de > Aktenzeichen S 8 U 207/16

Sitzmarathon häufiger unterbrechen
Studie

Sitzmarathon häufiger unterbrechen

Beschäftigte sollten den täglichen Sitzmarathon häufiger unterbrechen. Lange körperliche Inaktivität, die jeder zweite Arbeitsplatz in Deutschland mit sich bringt, ist ungesund – so viel steht fest. Wie Betriebe und Führungskräfte am besten gegensteuern können, ist dagegen noch nicht klar. Was die beste Herangehensweise ist, wird durchaus kontrovers diskutiert: Sind höhenverstellbare Schreibtische für alle Beschäftigten sinnvoll? Machen Ergometer am Arbeitsplatz wirklich fitter oder lenken sie von der Arbeit ab? Und reicht nicht auch der regelmäßige Gang zur Kaffeeküche oder ein Faszientraining am Feierabend? Antworten auf diese Fragen gibt die Übersichtsstudie der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsforschung namens „Interventionen am Arbeitsplatz, die zur Veränderung des Sitzverhaltens anregen“. Auch aktuelle Forschungsergebnisse der gesetzlichen Unfallversicherung zeigen die Ausmaße der Bewegungsarmut am Arbeitsplatz und geben Hilfestellung.

baua.de

dguv.de > Bewegung

Ordnung am Arbeitsplatz
Studie

Ordnung am Arbeitsplatz

Umso ordentlicher der Arbeitsplatz, desto gesünder die Beschäftigten. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Hochschule für Gesundheit in Gera. Ein chaotisches Umfeld begünstigt demnach unkontrollierte und maßlosere Verhaltensweisen. Die Forscherinnen und Forscher rund um Prof. Hiltraut Paridon hatten Versuchspersonen jeweils Möhren und Kekse angeboten – einmal in einer chaotischen Küche, einmal in einer sauberen und aufgeräumten. Das Ergebnis: In der unordentlichen Küche wurde eher nach den Keksen gegriffen, in der sauberen eher nach den Möhren. Paridon überträgt dies auf den Arbeitsschutz und fordert: „Wir müssen eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung schaffen, um die Arbeitssicherheit in Unternehmen zu verbessern.“

bgetem.de > „Ordentliche Arbeitsplätze“

Fehler sind Helfer
Jugend will sich-er-leben

Fehler sind Helfer

Eine wohlwollende Fehlerkultur kommt nicht von allein: Der offene Umgang mit Fehlern im Betrieb muss erst erlernt werden. Das Präventionsprogramm „Jugend will sich-er-leben“ (JWSL) der DGUV widmet sich deshalb im laufenden Programmjahr dem Thema „Fehler und Fehlerkultur“. Mit Filmen, einem Quiz und Unterrichtsmaterial richtet sich JWSL an Auszubildende und Lehrkräfte. Mit dem Medienpaket möchte das Programm den konstruktiven Umgang mit Fehlern vermitteln. Wie geht man mit Fehlern eigentlich richtig um? Wie spricht man darüber? Welche Rolle spielen Gefühle wie Schuld, Angst und Scham? Unterrichtsmaterialien und Informationen zu den Wettbewerben sind auf der Website des Programms zu finden. Dort ist auch ein Paket mit Materialien für Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben erhältlich.

jwsl.de

Wiedereingliederung verpflichtend
Urteil

Wiedereingliederung verpflichtend

Die berufliche Wiedereingliederung von schwerbehinderten Beschäftigten muss ohne unnötige Verzögerungen erfolgen. Das Landgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass Arbeitgebende nicht ohne ausreichenden Grund die Wiedereingliederung einer schwerbehinderten beschäftigten Person verzögern dürfen. Wird dies trotzdem getan, so ist für den entgangenen Lohn Schadenersatz zu zahlen. Eine angestellte schwerbehinderte Lehrerin hatte geklagt und von den Richterinnen und Richtern Schadenersatz zugesprochen bekommen. Beim Beantragen einer Wiedereingliederungsmaßnahme müssen schwerbehinderte Beschäftigte eine ärztliche Bescheinigung vorlegen. Darin müssen die Art und Weise der empfohlenen Beschäftigung, die zu erwartenden Beschränkungen, der mögliche Umfang der Arbeitszeit und die Dauer der Maßnahme angegeben sein. Außerdem muss eine Prognose abgegeben werden, wie lange die Maßnahme dauern wird.

gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de > Aktenzeichen 15 Sa 1700/17

BGF Maßnahmen erreichen nur wenige
Zahlen

BGF Maßnahmen erreichen nur wenige

Knapp 1,4 Mio. Beschäftigte profitieren in Deutschland von Betrieblicher Gesundheitsförderung, das entspricht lediglich vier Prozent.. Die Linksfraktion im Bundestag hatte eine Anfrage an das Bundesgesundheitsministerium gestellt, das daraufhin die Zahlen präsentierte. Seit 2008 wird die Betriebliche Gesundheitsförderung besonders gefördert: Unternehmen können pro Arbeitskraft und Jahr bis zu 500 Euro lohnsteuerfrei in Maßnahmen der Gesundheitsförderung investieren. An der aktuellen Förderung wird kritisiert, dass ein großer Teil der BGF-Maßnahmen auf eine Verhaltensänderung der Beschäftigten abzielt. Nur wenige Maßnahmen hätten die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zum Schwerpunkt. Informationen zur Prävention durch BGF-Maßnahmen und zur Umsetzung bietet die DGUV auf ihrer Website.

dguv.de > Webcode d57136

Grippeschutzimpfung
Urteil

Grippeschutzimpfung

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haften nicht bei Folgen einer Grippeimpfung. Das Bundesarbeitsgericht wies dazu eine Klage zurück. Eine Angestellte hatte ihren Arbeitgeber verklagt, nachdem sie nach einer für sie kostenlosen und freiwilligen Grippeschutzimpfung im Betrieb Schmerzen und Bewegungseinschränkungen erlitten hatte. Die Klage wurde abgewiesen mit der Begründung, dass ihr Arbeitgeber keine Pflichten verletzt habe, als er die freiwillige Grippeschutzimpfung durch eine freiberuflich tätige Betriebsärztin vornehmen ließ. Zwischen dem Arbeitgeber und der Klägerin hatte es keinen Behandlungsvertrag gegeben. Deshalb war der Arbeitgeber auch nicht verpflichtet, die Klägerin über die Risiken der Impfung aufzuklären. Unternehmen sind also in solchen Fällen von der Haftung freigestellt. Die richtige Ansprechperson für betroffene Arbeitnehmende wird im Urteil auch genannt, nämlich der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin.

juris.bundesarbeitsgericht.de > „Grippeschutzimpfung“

Inklusionspreis der Deutschen Wirtschaft
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Wettbewerb

Inklusionspreis der Deutschen Wirtschaft

Mitmachen beim Inklusionspreis der deutschen Wirtschaft 2019. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben ist ein Gewinn für Unternehmen: Sicher ist, dass Inklusion die Vielfalt in Betrieben fördert und dass vielfältig zusammengesetzte Teams erfolgreicher sind als homogene. Außerdem kann Inklusion zur Fachkräftesicherung beitragen. Mit dem Inklusionspreis der deutschen Wirtschaft möchten die organisierenden Institutionen diese Sichtweise in der Öffentlichkeit verankern. Der Preis wird ausgelobt von der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Charta der Vielfalt und dem UnternehmensForum. Gesucht werden beispielhafte Maßnahmen zur Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung in Betrieben verschiedener Größe. Bis zum 31.10.2018 können Unternehmen für den Preis vorgeschlagen werden oder sich selbst darum bewerben.

inklusionspreis.de

Wettbewerb für mehr Verkehrssicherheit
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Wettbewerb

Wettbewerb für mehr Verkehrssicherheit

Die Zahl der Wegeunfälle und Arbeitsunfälle im innerbetrieblichen Transport und Verkehr soll weiter gesenkt werden. Trotz der vielen innovativen und wegweisenden Projekte zur Prävention von Verkehrsunfällen ist die Zahl solcher Unfälle, die oftmals tödlich enden, immer noch zu hoch. Um die erfolgreichen Präventionsinitiativen zu sammeln und weiter zu fördern, haben der Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. (VDSI) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) den Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher!“ ins Leben gerufen. Mit dem Wettbewerb soll auch die „Vision Zero“ weiter vorangebracht werden, nach der kein Mensch im Straßenverkehr oder bei der Arbeit getötet oder so schwer verletzt werden soll, dass lebenslange Schäden die Folge sind (siehe hierzu auch den Artikel ab Seite 14 „Schluss mit dem toten Winkel“). Bewerbungen um den Preis werden ab sofort bis Mitte 2019 angenommen.

vdsi-unterwegs-aber-sicher.de

Lärm im Großraumbüro ist schädlich
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Studie

Lärm im Großraumbüro ist schädlich

Großraumbüros hemmen die Kommunikation, statt sie zu fördern. Offene Bürokonzepte sollen den Austausch unter Beschäftigten fördern und so zu mehr Kreativität und besseren Arbeitsergebnissen führen. Laut einer aktuellen Studie scheint das Gegenteil der Fall zu sein: Beschäftigte in Großraumbüros reden weniger miteinander. Stattdessen wählen sie Kommunikationskanäle wie E-Mail und Sofortnachrichten. Die Studie „Der Einfluss des offenen Arbeitsplatzes auf die menschliche Zusammenarbeit“ der Wissenschaftler Ethan Bernstein und Stephan Turban untersuchte die Auswirkungen von Großraumbüros bei Beschäftigten in zwei großen Konzernzentralen. In beiden Fällen sank die Zahl der Gespräche nach dem Umzug ins Großraumbüro um 70 Prozent. Fazit der Wissenschaftler: Die positive Auswirkung räumlicher Nähe auf die Kommunikation unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird deutlich überschätzt.

rstb.royalsocietypublishing.org > Open Workspace

Maschinenkauf digital
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Apps

Maschinenkauf digital

Vor dem Kauf einer Maschine steht die Prüfung auf Sicherheitsmängel. Diese ist aber nicht immer leicht festzustellen. Sicherheitsmängel betreffen ganz unmittelbar die Arbeitssicherheit – im schlimmsten Fall müssen Käufer die für eine etwaige Nachrüstung anfallenden Kosten selbst tragen. Um das zu verhindern, bietet die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) nun eine kostenlose App an: den „Maschinen-Check“. Die App erfasst unter anderem Informationen zu Schutzeinrichtungen und erstellt aus verschiedenen Faktoren ein Prüfergebnis. Im Gegensatz zu einer einfachen Checkliste gibt es auch Möglichkeiten, eine maschinenspezifische Vorauswahl zu treffen und Fotos einzufügen.

bgrci.de > downloadcenter > Maschinen-Check

Punkten mit kürzeren und flexibel anpassbaren Arbeitszeiten
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Studie

Punkten mit kürzeren und flexibel anpassbaren Arbeitszeiten

Etwa die Hälfte der männlichen und knapp 40 Prozent der weiblichen Beschäftigten würden gerne 2,5 Stunden pro Woche weniger arbeiten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) stellte jüngst eine Studie vor, nach der gerade Beschäftigte mit höheren Bildungsabschlüssen unzufrieden mit ihren Arbeitszeiten sind. Je anspruchsvoller der Job, umso eher steigen die Wochenstundenzahlen und damit auch die Unzufriedenheit. Das IAB schlägt als Lösungsansätze flexible Arbeitszeitmodelle, eine lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung, Langzeitarbeitskonten und ein Recht auf Rückkehr in Vollzeit vor. Dies würde vielen weiblichen Beschäftigten entgegenkommen: Rund 17 Prozent der weiblichen Angestellten würden gerne länger arbeiten. Dem steht laut der Studie jedoch die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Haushalt entgegen. Vor allem fehle es an Angeboten für flexible Kinderbetreuung. Betriebliche Betreuungsangebote sind damit eine gute Möglichkeit, hochqualifiziertes Personal zu gewinnen und an den Betrieb zu binden.

iab.de > Arbeitszeiten

Bewegung am Arbeitsplatz fördert Gesundheit
Studie

Bewegung am Arbeitsplatz fördert Gesundheit

Nach einer Praxisstudie des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und der Deutschen Sport- hochschule Köln sitzen Beschäftigte mit Bürojobs etwa elf Stunden am Tag, denn auch ihre Freizeit verbringen viele Menschen gerne vor Fernseher oder Computer. Die Gefahr ist groß, auf Grund von Bewegungsmangel krank zu werden. Typische Krankheiten können unter anderem chronische Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, ein erhöhtes Risiko für Typ-II-Diabetes, Übergewicht oder Muskel-Skelett-Beschwerden sein. Abhilfe schaffen sollen speziell bewegungsfördernde Arbeitsstationen im Büro. Zum Beispiel sollen während der Schreibtisch- und Computerarbeit unter dem Tisch leichte Radfahrbewegungen gemacht werden. Die Studienergebnisse zeigen, dass kontinuierliches Training dreimal pro Woche positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat und sich darüber hinaus sowohl die Stimmung als auch die Arbeitsbereitschaft verbessert.

dguv > Webcode „dp1313667“

Arbeitsunfälle auf niedrigem Niveau
DGUV Unfallstatistik

Arbeitsunfälle auf niedrigem Niveau

Laut der vorläufigen Unfallstatistik der DGUV für 2017 bleibt die Zahl der Arbeitsunfälle weiter auf niedrigem Niveau. So gab es 0,4 Prozent weniger meldepflichtige Arbeitsunfälle als im Vorjahr. Auch die Zahl der neuen Unfallrenten ist gesunken. Allerdings endeten 454 Arbeitsunfälle tödlich, das sind 30 mehr als im Jahr davor. Dabei sank die Zahl in einigen Branchen wie der chemischen Industrie oder dem Transport. Die Zahl der meldepflichtigen Wegeunfälle stieg dagegen um 2,2 Prozent an. 2017 verunglückten 29 Personen weniger als im Vorjahr tödlich auf dem Weg zur Arbeit. Weniger Unfälle ereigneten sich in Schulen (4,6 Prozent weniger) und auf dem Weg zur Schule (5,3 Prozent).

dguv.de > zahlen-fakten > vorläufige zahlen

Unnötige Unfälle
Verkehr

Unnötige Unfälle

Sich sichtbar machen macht sicher. Neun von zehn Unfällen sind vermeidbar laut einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen. Neun von zehn Pkw-Fahrerinnen und -fahrer geben nach einem Unfall an, die Verkehrsteilnehmenden, die zu Fuß unterwegs waren, nicht gesehen zu haben. Dunkel gekleidete Menschen sind in der Dämmerung und nachts im Straßenverkehr sehr schlecht zu sehen. So liegt die Sehleistung des menschlichen Auges nachts nur noch bei fünf Prozent. Pkw-Fahrerinnen und -fahrer sehen Verkehrsteilnehmende, die mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs sind, grundsätzlich frühestens in einem Abstand von 25 Metern. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h beträgt der Bremsweg circa 28 Meter – deutlich zu viel, um selbst bei einer Vollbremsung noch rechtzeitig zum Stehen zu kommen. Die Berufs- genossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse weist aktuell auf Gefahren hin und empfiehlt eine Ausrüstung für Berufsgruppen, die oft im Dunkeln unterwegs sind. Reflektierende und helle Kleidung wird empfohlen und soll für bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgen und kann vor lebensgefährlichen Unfällen schützen.

bgetem.de > presse

Neue Norm für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
ISO 45001

Neue Norm für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Seit März 2018 gibt es weltweit eine neue Norm für die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: ISO 45001. Nach zwei Jahrzehnten intensiver Diskussionen ist nun die neue Norm in Kraft getreten. Sie soll dabei helfen, weltweit Todesfälle, Arbeitsunfälle und Krankheit bei Beschäftigten zu vermeiden. Nach Schätzungen der International Labor Organisation (ILO) sterben aktuell jährlich 2,3 Millionen Menschen durch arbeitsbedingte Unfälle und Krankheiten. Das Arbeitsschutzmanagementsystem (AMS) der ISO 45001 beruht auf einem iterativen Prozess, der eine fortlaufende Verbesserung anstrebt und bei dem Führung, Verpflichtung und Beteiligung von Beschäftigten aus allen Ebenen und Funktionsbereichen erforderlich sind. Gemäß ISO 45001 zertifizierte Unternehmen belegen, dass Sicherheit und Gesundheit optimal organisiert sind, und erhöhen damit auch ihre Attraktivität bei der Fachkräfteakquise.

dguv.de > Webcode „d657256“

Unfälle bei Teamevents
Urteil

Unfälle bei Teamevents

Nicht jeder Unfall bei einer teambildenden Maßnahme ist als Arbeitsunfall zu werten. Eine Teamleiterin, die mit ihrem Team beim Eislaufen war, brach sich dort bei einem Sturz das Handgelenk. Ein Zwang zur Teilnahme an dieser teambildenden Maßnahme bestand nicht. Deshalb lehnte die Berufsgenossenschaft die Anerkennung als Arbeitsunfall ab. Das Eislaufen stellte auch keine Gemeinschaftsveranstaltung wie beispielsweise eine Weihnachtsfeier dar. Dafür fehlte es an dem erforderlichen Einvernehmen der Unternehmensleitung. Die Teamleiterin bezahlte das Eislaufen aus ihrer Tasche, weshalb es sich um eine private Freizeitaktivität handelte. Selbst bei teambildendem Nutzen wäre kein Versicherungsschutz begründet. Anders wäre es, wenn die Beschäftigten, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, eine Zeitgutschrift dafür bekommen hätten.

kostenlose-urteile.de > „Eislaufen“

Infos rund um Inklusion
Beratungskompass

Infos rund um Inklusion

Was spricht dafür, junge Menschen mit Schwerbehinderung auszubilden? Wo finde ich geeignete Bewerber? Kann ein Arbeitgeber einen Menschen mit Schwerbehinderung als Praktikanten beschäftigen? Gibt es Zuschüsse, wenn ein Betrieb junge Menschen mit Behinderung ausbildet? Das sind nur einige der vielen Fragen, die auf der neuen Homepage des Beratungskompasses Inklusion beantwortet werden. Gegliedert wird die Seite nach den Themen Eingliederung, Einstellung, Ausbildung, Förderung, BEM und Beschäftigung. Die Seite bietet zudem Auskünfte zu individuellen Fragen, nennt Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner des Netzwerks in den Projektregionen und enthält eine Sammlung relevanter Links rund um die Themen Beruf und Inklusion. Auf der Seite finden die Leserin und der Leser auch Links zu wichtigen Gesetzestexten wie zum Beispiel zum Sozialgesetzbuch IX (SGB IX). Darüber hinaus bietet die Seite auch Informationen zu UN-Behindertenrechtskonventionen und Gerichtsurteilen.

beratungskompass-inklusion.de

Besserer Arbeitsschutz für mehr Mütter
Mutterschutzgesetz

Besserer Arbeitsschutz für mehr Mütter

Das neue Mutterschutzgesetz erfasst mehr Mütter als zuvor und auch der mutterschutzrechtliche Arbeitsschutz wird verstärkt. Seit 01.01.2018 wird der Personenkreis erweitert, für den das Mutterschutzgesetz (MuSchG) gilt. Unternehmen müssen künftig also genau hinschauen, welche Personen zusätzlich mutterschutzrechtliche Pfl ichten auslösen. So gilt das MuSchG jetzt auch unter anderem für Schülerinnen und Studentinnen, Praktikantinnen, Frauen mit Behinderung, die in Werkstätten arbeiten, Heimarbeiterinnen und arbeitnehmerähnliche Selbstständige. Neu ist, dass Mütter von Kindern mit Behinderung nach der Geburt vier Wochen länger zuhause bleiben dürfen. Zudem haben Frauen nun bis zu vier Monate nach einer Fehlgeburt Kündigungsschutz, sofern die Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche erfolgte. Künftig soll es keine Arbeitsverbote mehr gegen den Willen der Schwangeren geben, was in der Vergangenheit vor allem bei Ärztinnen häufi g vorkam. Auch die Möglichkeit der Sonntags- und Feiertagsarbeit soll erweitert werden, wenn die Betro ene das selbst möchte.

bmfsfj.de > Mutterschutzgesetz

Antworten rund um den Arbeitsschutz
Beratungsservice

Antworten rund um den Arbeitsschutz

Jede Frage zum sicheren und gesunden Arbeiten beantwortet kostenlos KomNet. KomNet ist ein vom Land Nordrhein-Westfalen initiierter und finanzierter Beratungsservice. Er wird im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales, des Landes Nordrhein-Westfalen und vom Landesinstitut für Arbeitsgestaltung betrieben. Es stehen Dialogdatenbanken zur Verfügung, die zu Recherchezwecken genutzt werden können. Es können aber auch eigene Fragen gestellt werden, die innerhalb von drei Tagen beantwortet werden. Dafür stehen 230 Expertinnen und Experten zur Verfügung. Mit KomNet hat Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden einen Beratungsservice geschaffen, der Fachwissen für alle verfügbar macht. Da viele Fragen meist nicht nur für eine Person interessant sind, bereiten die Expertinnen und Experten die Antworten anonymisiert auf und stellen sie für alle zur Verfügung. So entsteht eine ständig wachsende Datenbank.

komnet.nrw.de

Auf nach Stuttgart zur ARBEITSSCHUTZ AKTUELL
Fachmesse

Auf nach Stuttgart zur ARBEITSSCHUTZ AKTUELL

Die Fachmesse Arbeitsschutz aktuell mit begleitendem Kongress bietet einem interessierten Fachpublikum einen Überblick über neue Entwicklungen im Arbeitsschutz und Betrieblichen Gesundheitsmanagement. 260 Aussteller zeigen alle zwei Jahre neue Produkte von der Persönlichen Schutzausrüstung bis hin zum technischen Arbeitsschutz. Auf über 20.000 m² Ausstellungsfläche werden vom 23.10.2018 bis 25.10.2018 von A wie Arbeitssicherheit über Corporate Clothing, Ergonomie, Erste Hilfe, Hygiene, Maschinen­schutzeinrichtungen, Sanitärbedarf, Sicherheit im Betrieb, bis V wie Vibrationsschutz informiert. Online kostet die Tageskarte 28 € und die Dauerkarte 68 €. An der Kasse vor Ort 33 € und 80 €. Mit dem Gutscheincode AA18_topeins erhalten Sie online ein kostenloses Messe-Tagesticket für die Messe Arbeitsschutz Aktuell. Der Ticketshop ist ab dem 9. April 2018 online. Der Gut­scheincode kann unter arbeitsschutz-aktuell.de/tickets eingelöst werden.

messen.de > stuttgart arbeitsschutz

Spaß an der Arbeit?
iga.Barometer

Spaß an der Arbeit?

Die Antwort liefert das fünfte iga.Barometer – die Befragung der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). Sehr viele Erwerbstätige geben an, in ihrer Arbeit Anerkennung zu erhalten, regelmäßig etwas Neues dazuzulernen und Spaß bei der Arbeit zu erleben. Von den Vorgesetzten fühlen sich 55 % der Befragten häufig unterstützt, von den Kollegen sogar 68 %, und 70 % fühlen sich fair behandelt. Arbeit hat für einen Großteil der Befragten (71 %) einen entsprechend hohen Stellenwert. Für das iga.Barometer werden etwa 2.000 Erwerbstätige nach ihrer Einschätzung zu Themen der Arbeitswelt befragt. Zum ersten Mal wurden die Antworten online erhoben. Der Methodenwechsel war zugleich Anlass, die Fragestellungen zu überarbeiten. Seit 2004 hat sich die iga mit vielen Aspekten der Arbeitswelt beschäftigt und mit Veröffentlichungen auf den Präventionsbedarf reagiert. Das iga-Barometer kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Themen sind unter anderem Arbeitsgestaltung, Führung und Motivation und neben den Auswirkungen mobiler Arbeit die emotionalen Belastungen oder gar Gewalterfahrungen bei der Arbeit.

iga-info.de > iga.Aktuell 3/2017

Zwischen den Stühlen
Neues Faktenblatt

Zwischen den Stühlen

Ein neues Faktenblatt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) beschäftigt sich mit der Situation von Führungskräften im mittleren Management. In der Detailanalyse einer Erwerbstätigenbefragung ergab sich, dass sich Führungskräfte in einer Sandwichposition befinden: Sie haben unter anderem höhere Anforderungen bei der Arbeit als Beschäftigte ohne Führungsverantwortung. Zugleich stehen ihnen mehr Ressourcen wie der Einfluss auf die Arbeitsmenge oder auf die Planung der Arbeitsabläufe zur Verfügung. Sie tragen zwar Verantwortung für ihre Mitarbeiter, können jedoch vieles nicht entscheiden. Dabei kommt ihnen eine Schlüsselfunktion zu, wenn es um die gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung geht. Trotz größerer Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung gehen die erhöhten Anforderungen bei Führungskräften oft mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen einher. Eines der Ergebnisse der Analyse der BAuA.

baua.de

Unterstützung für Führungskräfte
Projekt MAstER

Unterstützung für Führungskräfte

Das Projekt MAstER unterstützt Führungskräfte beim betrieblichen Management ständiger Erreichbarkeit. Ist ständige Erreichbarkeit ein Thema in Ihrer Behörde oder Ihrem Betrieb? Können Ihre Beschäftigten nicht mehr abschalten, weil spät abends noch das Diensthandy klingelt oder E-Mails zu beantworten sind? Wenn ja, bietet Ihnen das Projekt MAstER der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ direkt anwendbare Tools sowie wertvolle Informationen zu Ursachen, Auswirkungen und Gestaltungsansätzen ständiger Erreichbarkeit. Die Projektwebsite bietet sowohl einen Standardfragebogen zu ständiger Erreichbarkeit als auch eine Vorlage zum Erstellen individueller Umfragen. Komplettiert werden diese Tools von einem Leitfaden zum Gestalten eines Workshops, in dem Sie mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Gestaltungsansätze zum Managen ständiger Erreichbarkeit für das eigene Unternehmen entwickeln können. Eine Präsentation für den Workshop steht im Internet ebenfalls zum Herunterladen bereit.

erreichbarkeit.eu

Führungsbarometer 2017
Studie

Führungsbarometer 2017

Die strategische Bedeutung des mittleren Managements beleuchtet die Studie „Führungsbarometer 2017“. Im Fokus stand die Bedeutung der Firmenkultur: Hohes Engagement, Delegation von Verantwortung sowie Wertschätzung machen Unternehmen laut der Studie erfolgreicher. Wichtige Erkenntnis: Führungskräfte sind nur so gut, wie ihre Chefinnen oder Chefs es zulassen. Wird das mittlere Management in die strategische Entwicklung eingebunden, mit Entscheidungskompetenzen ausgestattet und werden mittleres Management sowie Mitarbeitende gecoacht, Fehler nicht geahndet, sondern ausgewertet, führt das zu einem besseren Betriebsklima. Dank gesteigerter Motivation und einer wertschätzenden Innovations- und Lernkultur leisten mittlere Führungsebene und Beschäftigte trotz hoher Belastung mehr – Veränderungsprozesse gelingen besser. Das Meinungsforschungsinstitut forsa führte die Umfrage im Auftrag von Penning Consulting im Herbst 2017 durch.

penning-consulting.com

Mobiles Arbeiten gesund gestalten
Forschungsprojekt

Mobiles Arbeiten gesund gestalten

Mobiles Arbeiten sicher, gesund und passend zur Lebensphase gestalten. Arbeiten wird mit fortschreitender Digitalisierung mobiler – Arbeiten von zuhause, beim Kunden vor Ort, im Zug gehört für immer mehr Menschen zum Arbeitsalltag. Mobiles Arbeiten kann neue Freiräume eröffnen. Durch fehlende Grenzen zwischen Arbeit und Leben, das ständige Unterwegssein und eine permanente Erreichbarkeit können aber neue physische und psychische Belastungen entstehen. Das Forschungsprojekt Prentimo untersucht die konkreten Arbeitssituationen mobiler Tätigkeit. Die neu erschienene Broschüre liefert Ansatzmöglichkeiten für die Arbeitsgestaltung, die Gesundheitsförderung, das Personalmanagement und die Mitbestimmung in einer sich wandelnden Arbeitswelt unter Einbeziehung der mobil Beschäftigten als Expertinnen und Experten ihrer Arbeit.

prentimo.de

Ausstellung zum Ausleihen
Initiative Gesundheit und Arbeit

Ausstellung zum Ausleihen

Eine Ausstellung zum Ausleihen bietet die Initiative Gesundheit und Arbeit zum Thema „gesundes Arbeiten“ an. Zum Nachdenken anregen und Veränderungen anstoßen soll die Wanderausstellung mit sechs Thementafeln, wie zum Beispiel „Passende Aufgaben“, „Ausreichend Zeit“, „Verlässliche Bedingungen“. Praxisbeispiele und Interviewauszüge machen die begehbare Ausstellung lebendig. Mit zwei Meter hohen Stellwänden und Aktionsnischen dazwischen kann sich das Publikum dem Thema aktiv und spielerisch nähern und Ideen erarbeiten, wie Stress im eigenen Alltag verringert werden könnte. Die Ausstellung kann von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sowie anderen Interessierten ausgeliehen werden. Für die Unfallkassen ist die Ausleihe kostenfrei, lediglich die Transportkosten müssen übernommen werden. Ansonsten fällt eine Bearbeitungsgebühr an. Die maximale Leihdauer ist auf zwei Wochen begrenzt. Die Ausstellung ist nur für Innenräume geeignet. Es sind dafür ca. 35 m² Ausstellungsfläche notwendig. Alternativ zur Ausleihe ist auch eine Plakatversion der Ausstellung mit 14 A1-Postern für 25 Euro erhältlich. Mehr Informationen zur Wanderausstellung und zu freien Terminen unter:

fuer-unsere-arbeit.de

Männer erleiden Unfälle, Frauen entwickeln Allergien
Neue Studie

Männer erleiden Unfälle, Frauen entwickeln Allergien

Männer sind bei der Arbeit wesentlich häufiger von Unfällen und Verletzungen betroffen, während Frauen ein höheres Risiko tragen, sich Allergien oder Atemwegserkrankungen zuzuziehen. Dies ergab eine neue Studie hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede bei vier ausgewählten und bestätigten Berufskrankheiten aus dem Bereich der DGUV (BKDok) und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Grund dafür sind sowohl biologische als auch gesellschaftliche Kriterien. Da von Männern und Frauen unterschiedliche Tätigkeiten ausgeübt werden, unterliegen die Arbeiten unterschiedlichen Gefährdungen. So sind Frauen zum Beispiel wesentlich häufiger dem Umgang mit Reinigungs- beziehungsweise Sterilisationsmitteln ausgesetzt als Männer und müssen öfter Schutzhandschuhen tragen.

Weitere Infos:

ipa-dguv.de

Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz gewünscht
Umfrage

Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz gewünscht

Jeder zweite Beschäftigte wünscht sich mehr Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen und nur jeder Fünfte bewertet die Situation im Unternehmen in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit in seinem Betrieb überaus positiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von Unfallkassen und Berufsgenossenschaften zum Auftakt ihrer neuen Präventionskampagne kommmitmensch. Rund die Hälfte der Befragten war eher unzufrieden mit den Informationen und Angeboten zu Sicherheit und Gesundheit. Vor allem von den Führungskräften wünschten sich die Beschäftigten mehr Aufmerksamkeit für das Thema. Die neue Kampagne kommmitmensch will deshalb sowohl Führungskräfte als auch Beschäftigte ins Boot holen, um zu zeigen: Sicherheit und Gesundheit sind wertvolle Ressourcen für Unternehmen und Beschäftigte. So lenkt die Kampagne den Blick darauf, welchen Stellenwert Sicherheit und Gesundheit in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen genießen.

DGUV Pressemitteilung

Qualitätsmanagementsysteme schon jetzt umstellen
Neue ISO-Norm 9001:2015

Qualitätsmanagementsysteme schon jetzt umstellen

Qualitätsmanagementsysteme schon jetzt auf die neue ISONorm 9001:2015 umzu stellen lohnt sich. Mitte September 2018 endet die dreijährige Übergangsfrist zur Umstellung auf die neue ISO‑Norm. Unternehmen, die ihr Qualitätsmanagementsystem (QM) bis zum 14.09.2018 nicht an die geänderte Norm angepasst haben, verlieren ihr Zertifikat. Auch eine während der Übergangszeit erfolgte Rezertifizierung nach der vorherigen Version verliert dann ihre Gültigkeit. Zu den wesentlichen Änderungen der Norm zählt die gestärkte Verantwortung der Führungskräfte für die QM-Prozesse. Zudem muss das QM in die strategische Ausrichtung des Unternehmens eingebunden sein. Besonderer Vorteil: Die neue Norm bietet Unternehmen an vielen Stellen mehr Flexibilität bei der Umsetzung des QM-Systems als bisher. Führungskräfte beziehungsweise QM-Verantwortliche sollten daher die Chance nutzen, ihr Qualitätsmanagement schon vor Ablauf der Übergangsfrist anzupassen.

dguv.de

Bloße Gesundheitsgefährdung für Mitbestimmung des Betriebsrats ausreichend
Urteil

Bloße Gesundheitsgefährdung für Mitbestimmung des Betriebsrats ausreichend

Bloße Gesundheitsgefährdung ist für die Mitbestimmung des Betriebsrats ausreichend. Durch ein Grundsatzurteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) wurden die vorübergehend durch ein anderes BAG-Urteil beschränkten Rechte des Betriebsrats beim Gesundheitsschutz deutlich gestärkt. Seit Vorliegen des aktuellen Urteils (Aktenzeichen 1 ABR 25/15) ist es nicht mehr erforderlich, eine konkrete Gesundheitsgefahr im Betrieb nachzuweisen, um tätig zu werden. Die bloße Gefährdung reicht nunmehr aus. Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ist das durchaus vorteilhaft: Für die Stärkung der Präventionskultur im Unternehmen ist die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter förderlich.

bundesarbeitsgericht.de