Führungskultur : Als Führungskraft internen Positionswechsel kommunizieren
Ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Führungskraft und Team ist oft das Ergebnis einer langen Zusammenarbeit. Wenn Führungskräfte dann ihr Team verlassen, weil sie etwa intern aufsteigen oder den Bereich wechseln, können bei den verbleibenden Mitarbeitenden Unsicherheiten aufkommen. Ein strukturiertes und durchdachtes Konzept für die interne Kommunikation vor und nach dem Wechsel verhilft zu einem reibungslosen Übergang.
Vorbereitung: Den Positionswechsel mitteilen
Transparent und mit klaren Botschaften vorzugehen, beugt Spekulationen oder Behauptungen vor. Hintergründe sollten erklärt, vielleicht sogar mit persönlichen Geschichten oder Perspektiven zugänglich gemacht werden. Zeitpunkt, Verantwortlichkeiten und konkrete Auswirkungen für beide Seiten müssen offengelegt und festgehalten werden.
Dazu gehört etwa, wie Wissen weitergegeben wird, welche Aufgaben auf das Team zukommen oder wo und bei wem Beschäftigte welche Unterstützung bekommen. Dafür muss sich die Führungskraft bereits mit der Nachfolgerin oder dem Nachfolger absprechen, um einerseits Abläufe zu erklären und weiterzugeben, andererseits darüber informiert zu sein, was sich ändern wird und was ans Team kommuniziert werden muss. Das bedingt auch die Wahl des passenden Kommunikationskanals
Verständnisvolle Kommunikation im Team
Idealerweise kann die Führungskraft ihren Positionswechsel dem Team persönlich mitteilen, in einem gemeinsamen Meeting oder in Einzelgesprächen – mit ausreichend Zeit und Raum für Rückfragen. Es sollten die positiven Aspekte betont werden, welche Entwicklungsmöglichkeiten oder neuen Perspektiven sich gegebenenfalls eröffnen.
Dabei kommt es auf Verständnis und Empathie an: mögliche Sorgen und Hinweise der Mitarbeitenden aufnehmen und Folgegespräche anbieten. Im Vorfeld ausgegebene FAQ-Dokumente inklusive Zeitplan oder klar gekennzeichneten Meilensteinen können zeigen, dass wichtige Aspekte bereits bedacht wurden. Auch ein explizit ausgesprochenes Dankeschön ist angebracht. Für die Zusammenarbeit und das Vertrauen im bisherigen Team.
Der richtige Zeitpunkt
Der Wechsel sollte nicht zu früh kommuniziert werden, wenn etwa konkrete Auswirkungen oder Veränderungen im Team noch nicht klar erkennbar und gelöst sind. Damit aber nicht doch schon intern etwas durchsickert und gemunkelt wird, sollte wiederum auch nicht zu lange abgewartet werden. Zudem muss nach der Bekanntgabe noch ausreichend Zeit bleiben, um die genannten Kommunikationsaspekte zu berücksichtigen.
Nachbereitung: Ansprechbar bleiben
Bestenfalls bleibt die Führungskraft nach ihrem Wechsel noch eine Zeit lang erreichbar und holt sich sowohl bei der Nachfolgeführungskraft als auch im Team Feedback dazu ein, wie die Übergabe lief.