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Digitale Arbeitsplätze: besondere Regeln?

Flexibles, mobiles und digitales Arbeiten führt laut diverser Studien dazu, dass Beschäftigte ihre Aufgaben auch nach Feierabend und am Wochenende erledigen. Die digitale IT- und Kommunikationstechnik macht es möglich, rund um die Uhr erreichbar und tätig zu sein.

Neben zahlreichen datenschutzrechtlichen Fragen ist eine der größten Herausforderungen digitaler Arbeitsplätze, die Belegschaft von ihnen fernzuhalten. Daher sollten Unternehmen dafür Sorge tragen, dass ihre Beschäftigten nicht rund um die Uhr arbeiten und dass der Arbeitsschutz eingehalten wird. Das gilt insbesondere für die Ruhe- und Pausenzeiten.

Ständige Erreichbarkeit versus Erholung

Weil es mittlerweile von überall und jederzeit möglich ist, E-Mails zu beantworten, Projektoder Terminpläne zu erstellen und abzustimmen, entspricht die Tätigkeit außerhalb der Arbeitszeit für viele Beschäftigte dem Standard. Die fehlende Trennung zwischen dem Berufs- und Privatleben kann langfristig jedoch schaden – und zwar beiden Seiten: Aufgrund der ständigen Arbeitsbelastung kommt es zu krankheitsbedingten Fehlzeiten. Betriebe müssen diesen Ausfall auffangen. 

Sinnvoll sind faire und transparente Regelungen 

Möchte eine Geschäftsführung böse Überraschungen vermeiden, sollte sie klare und faire  Vereinbarungen treffen – am besten in einer Betriebsvereinbarung. Unternehmen sollten die Arbeitszeiten hinsichtlich Präsenz und Erreichbarkeit klar definieren, damit die Belegschaft nicht rund um die Uhr kontaktiert wird. Auch sollte festgelegt werden, wer für die Arbeitsmittel  sorgt. Verfügen Beschäftigte zu Hause über einen voll eingerichteten Arbeitsplatz, sollte dieser vom Betrieb eingerichtet werden. Allzu oft wird in diesem Kontext vergessen, dass  digitale Arbeitsplätze auch positive Aspekte haben.

Bieten Unternehmen flexible Arbeitsplätze, öffnen sie nicht nur Bewerbenden, die Kinder oder Angehörige zu versorgen haben, mehr Handlungsspielraum: Beschäftigte können ihr privates und das berufliche Leben besser miteinander vereinbaren. Im sogenannten „War for Talents“ kann die Digitalisierung Arbeitskräfte ans Unternehmen binden.

Autorin: Sabine Hockling, Sachbuchautorin und Wirtschaftsjournalistin (stern, Woche, Zeit online) bringt es auf den Punkt.

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