Bewegung Gesundheit
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Studie "Active Workplace"

Mehr Bewegung bei der Arbeit

Mehr und mehr Menschen arbeiten im Sitzen und gefährden damit ihre Gesundheit. Führungskräfte können gegensteuern und ihren Beschäftigten neben Tipps für mehr Bewegung spezielle Aktivarbeitsplätze anbieten.

Künftige Generationen werden am Schreibtisch nicht nur arbeiten, sondern auch radeln oder laufen. Das zumindest empfiehlt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Sporthochschule Köln. Demnach werden speziell bewegungsfördernde Arbeitsstationen im Büro nicht nur gut angenommen – sie können auch körperlich und psychisch förderlich sein. Und die Arbeitsmotivation steigt. Ein aktiver Arbeitsplatz könnte mit dem activeLife Trainer beispielsweise so aussehen: Ein elliptisches Untertischergometer erlaubt eine dem Gehen ähnelnde Bewegung der Beine. Die Bewegungsrichtung ist eher horizontal, da man für die Nutzung des Gerätes die Sitzposition im Bürostuhl nicht verändern muss. Der Trainer ist mobil und passt unter jeden handelsüblichen Schreibtisch. Ein anderes Gerät ist das Desk-Bike. Bei dem mobilen Fahrradergometer verläuft die Beinbewegung wegen der aufrechten Sitzposition in vertikaler Richtung. Die Mindesthöhe des Schreibtischs beträgt 105 cm, daher ist die Nutzung nur an einem höhenverstellbaren oder dieser Höhe entsprechenden Tisch möglich.

IFA-Report belegt positive Auswirkung auf die Gesundheit

Wer sich am Arbeitsplatz bewegt, minimiert laut der Studie das Risiko für chronische Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Typ-II-Diabetes, Übergewicht, Muskel-Skelett-Beschwerden, aber auch depressive Verstimmungen oder Antriebsarmut. Dynamische Arbeitsstationen bringen Beschäftigte in Schwung und helfen, die Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Damit sich die Bewegung am Arbeitsplatz positiv auswirkt, müssen die Geräte dreimal pro Woche etwa 50 Minuten genutzt werden. Wie immer gilt auch hier, dass Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen sollten, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Nutzung von Aktivarbeitsplätzen und zu mehr Bewegung generell zu motivieren. So können im Betrieb einige Geräte angeschafft werden, die bei Bedarf etwa mittels Chipkarte ausgeliehen werden. Ein gutes Verhältnis zwischen Investition und Nutzung ist so gewährleistet.

Tipps für Bewegung ohne Geräte

Doch es geht auch ohne dynamische Arbeitsstationen. Diese Tipps können Führungskräfte ihren Beschäftigten für mehr Bewegung im Büroalltag geben:

  •  Treppen laufen statt Fahrstuhl fahren.
  •  Weniger intern telefonieren, häufiger die Kollegin oder den Kollegen aufsuchen. 
  •  In der Mittagspause spazieren gehen. 
  •  Laufgruppen oder Betriebssport initiieren.
  •  Vergünstigungen für die Mitgliedschaft in nahegelegenen Fitnessclubs anbieten.
     

Autorin: Christina Speckner

 

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