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Die neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung
Wer nicht im Homeoffice arbeiten kann, muss am Arbeitsplatz jetzt einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. © Pexels/Anna Shvets
Update Recht

Die neue SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

Diese Maßnahmen müssen Unternehmen jetzt umsetzen, um ihre Beschäftigten vor einer Corona-Infektion zu schützen.

Datum: 20.04.2021

Seit Anfang des Jahres ist die Verringerung des Ansteckungsrisikos an Arbeitsplätzen ein heiß diskutiertes Thema. Bereits im Januar hat die Bundesregierung Maßnahmen für Arbeitgebende definiert, um einen umfassenden Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu gewährleisten. Ziel der sogenannten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ist es, die Betriebe weiter offen halten zu können. Diese Arbeitsschutzverordnung wird laufend geprüft und gegebenenfalls aktualisiert – zuletzt am 22. April. Eine Liste mit häufig gestellten Fragen zur Verordnung ist auf der Website des Ministeriums zu finden.

Wann immer möglich: Homeoffice

Dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Aufgaben von zu Hause aus erledigen, ist eine der wichtigsten Forderungen. Unternehmen sind deshalb ab sofort verpflichtet, Homeoffice anzubieten – soweit die Tätigkeit dies zulässt. Beschäftigte wiederum sind aufgefordert, das Homeoffice-Angebot wahrzunehmen. Weiterhin sollen Personenkontakte im Betrieb reduziert und die Belegschaft in kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden.

Zudem sind Beschäftigte in bestimmten Fällen mit normiertem Mund-Nasen-Schutz beziehungsweise FFP2-Masken zum Atemschutz auszustatten, zum Beispiel wenn sie die Abstandsregeln nicht einhalten können.

Wenn kein Homeoffice möglich ist: betriebliches Impfangebot

Sofern Beschäftigte nicht ausschließlich im Homeoffic arbeiten, sind Arbeitgebende seit April 2021 dazu verpflichtet, ihnen regelmäßig Selbst- und Schnelltests anzubieten – mindestens einmal pro Woche.

Wenn für Beschäftigte ein besonders hohes Infektionsrisiko besteht, müssen Arbeitgebenden ihnen einen Corona-Test mindestens zweimal pro Woche ermöglichen. Dies ist zum Beispiel bei Tätigkeiten mit häufigem Kundenkontakt oder körpernahen Dienstleistungen der Fall.

Die Kosten für das betriebliche Testangebot tragen die Arbeitgebenden.

Die wichtigsten Vorgaben der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung

  • Arbeitgebende sind verpflichtet, ihren Beschäftigten ein Testangebot zur Verfügung zu stellen
  • Betriebe müssen Homeoffice anbieten, wenn die Tätigkeit dies zulässt. Beschäftigte sollten das Homeoffice-Angebot wahrnehmen
  • Betriebe müssen medizinische Gesichtsmasken bereitstellen
  • Regelmäßiges Lüften muss gewährleistet sein
  • In Räumen, in denen mehrere Personen gleichzeitig arbeiten, sind pro zehn Quadratmeter eine Person erlaubt
  • Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen einteilen

Die Maßnahmen gelten voraussichtlich bis zum 30. Juni 2021.

Veröffentlicht von: Redaktion