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Warum Prävention sich lohnt
Wenn Unternehmen sich für den Arbeitsschutz engagieren, kann dies die Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten erhöhen. © raufeld

Verantwortlich führen : Warum Prävention sich lohnt

Arbeitgebende sind gesetzlich dazu verpflichtet, sich für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einzusetzen. Dieser Verantwortung nachzukommen, ist aus vielen Gründen sinnvoll.

Vier gute Gründe für mehr Arbeitsschutz:

1. Prävention pflegt das Ansehen

Behörden, Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Hand sind nicht nur wichtige Arbeitgebende einer Region, sondern auch stark in das gesellschaftliche Leben einer Stadt oder einer Kommune eingebunden. Es ist daher wichtig, dass die Organisationen von der Bevölkerung akzeptiert sind und ein hohes Ansehen genießen. Setzen sie sich für sichere Arbeitsplätze und ein gesundes Arbeitsklima ein, wirkt sich dies positiv auf ihren Ruf in der Bevölkerung aus.

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2. Prävention steigert die Produktivität

Dass Beschäftigte selten ausfallen, können Arbeitgebende beeinflussen. Mit ergonomischen Arbeitsplätzen und gesundheitsfördernden Arbeitsbedingungen beispielsweise beugen sie Arbeitsunfällen vor und schützen die körperliche und psychische Gesundheit ihrer Belegschaft. Ist der Krankenstand niedrig, sind weniger Störungen im Betriebsablauf zu erwarten. Prozesse laufen eher unterbrechungsfrei und reibungslos ab. Das macht eine Organisation produktiver, weil Aufgaben schneller erledigt werden können.

Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die Wirkung auf die Leistungsbereitschaft und Einsatzfreude der Beschäftigten. Sind sie gesund und zufrieden, erledigen sie ihre Aufgaben engagierter und motivierter. Hier spielt insbesondere auch der Abbau von psychischer Belastung wie Stress eine große Rolle.

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3. Prävention erhöht die Arbeitsgeberattraktivität

Auf Bewerberinnen und Bewerber wirken Arbeitgebende, die sich für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Belegschaft einsetzen, attraktiver. Vor allem für öffentliche Behörden und Einrichtungen, die Probleme dabei haben, offene Stellen oder Ausbildungsplätze zu besetzen, stellt ein außerordentlicher Arbeitsschutz deshalb eine lohnenswerte Chance dar, sich vom Wettbewerb abzuheben – etwa aus der Privatwirtschaft.

Deshalb sollten Organisationen offensiv über ihr Engagement für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen berichten. In Stellenausschreibungen können diese Aspekte gut hervorgehoben werden. Aber auch auf ihrer Website können Behörden und Einrichtungen Informationen veröffentlichen, die den Erfolg ihres Arbeitsschutzes untermauern.

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4. Prävention bindet Beschäftigte

Wenn Beschäftigte erleben, dass Arbeitgebende an ihrem Wohlbefinden interessiert sind und sich um sie kümmern, erhöht das die Identifikation mit dem Unternehmen. Zugleich sinkt das Bedürfnis, sich nach einem anderen Job umzusehen.

Wie wichtig es Beschäftigten ist, unter guten Bedingungen zu arbeiten, belegt etwa eine Studie der Universität Paderborn. Die Wirtschaftswissenschaftlerinnen Dr. Katharina Radermacher und Enja Marie Herdejürgen kommen zu dem Ergebnis, dass Beschäftigte ihre Arbeitgebenden maßgeblich anhand der Arbeitsatmosphäre sowie der Arbeitsplatz- und Arbeitsgestaltung bewerten. Gegen Arbeitgebende sprechen laut Studie unter anderem physische und emotionale Belastungen durch Überforderung, Druck und Mobbing sowie mangelnde Wertschätzung.

Solchen Arbeitsbedingungen beugen Unternehmen vor, wenn sie die Richtlinien und Empfehlungen des Arbeitsschutzes umsetzen. Sie wirken dann auf ein angemessenes Arbeitspensum sowie eine angenehme Arbeitsatmosphäre und räumliche Gestaltung hin.