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Suchtmittelmissbrauch am Arbeitsplatz weit verbreitet
Alkohol ist laut Umfrage das am häufigsten missbrauchte Suchtmittel. © Adobe Stock/Stockbusters

Umfragen : Suchtmittelmissbrauch am Arbeitsplatz weit verbreitet

In einer Umfrage äußerten sich die Teilnehmenden dazu, wie ihr Unternehmen mit Fällen von Suchtmittelmissbrauch umgeht.

Fälle von Suchtmittelmissbrauch treten in vielen Unternehmen und Einrichtungen auf. Bei einer nicht-repräsentativen top eins-Umfrage gaben 199 von 309 Teilnehmenden an, bei ihnen im Unternehmen sei es zu einem problematischen Konsum von Alkohol und Drogen gekommen.

Drei türkise Balken zeigen an, ob es bei den Befragten eine Dienstvereinbarung zum Missbrauch von Alkohol und Drogen gibt.
© raufeld

Vor allem Alkohol

Gefragt, um welche Suchtmittel es sich handelt, gaben die 199 Personen überwiegend Alkohol an (192 Mal) gefolgt von Cannabis (71 Mal), Nikotin (60 Mal), Medikamente (53 Mal) und illegale Drogen (38 Mal). Bei dieser Frage war es möglich, mehrere Antworten anzugeben.

Um bei Fällen von Suchtmittelmissbrauch am Arbeitsplatz eingreifen zu können, sind eine Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung hilfreich. Diese scheint es in den meisten Unternehmen und Einrichtungen zu geben. Mehr als zwei Drittel aller Befragten gaben dies in der Umfrage an.

Die Frage, ob ihr Unternehmen Maßnahmen zur Suchtprävention ergreift, bejahten 171 von 309 Teilnehmenden, 115 verneinten sie (23 wussten es nicht). Unter den Maßnahmen sind demnach vor allem fünf verbreitet:

  1. Ernennung eines oder einer Suchtbeauftragten
  2. Gemeinsame Lösungen mit Beschäftigten finden
  3. Interne oder externe Mitarbeitendenberatung
  4. Aktions- oder Gesundheitstage
  5. Bereitstellung von Informationsmaterialien
Ein Kreisdiagramm zur Frage, wie im Unternehmen mit dem Thema Missbrauch von Alkohol und Drogen umgegangen wird.
© raufeld

Umgang mit Thema Missbrauch von Alkohol und Drogen unterschiedlich

Wie Unternehmen und Einrichtungen mit dem Thema Suchtmittelmissbrauch umgehen, variiert. Laut der Umfrage schätzen rund 43 Prozent den Umgang als zurückhaltend ein, rund 38 Prozent beschreiben ihn als offen, während rund 13 Prozent ihn als tabuisierend charakterisieren.

Die Führungskräfte unter den Teilnehmenden fühlen sich über das Thema eher gut als schlecht informiert und im Umgang mit Problemfällen unterstützt. Auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) beträgt der Mittelwert 6.