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Mit Mediation am Arbeitsplatz Konflikte lösen
Mediation ist ein strukturierter, kommunikativer Prozess, der auf Freiwilligkeit und Offenheit beruht. © raufeld

Führungskultur : Mit Mediation am Arbeitsplatz Konflikte lösen

Mediation hilft bei festgefahrenen Streitigkeiten am Arbeitsplatz. Vor allem Führungskräfte sollten die Grundlagen kennen, um bei Konflikten im Team gezielt vermitteln.

Unstimmigkeiten gibt es in jedem Unternehmen. Das ist zunächst nicht weiter dramatisch – wenn die Beteiligten sich zusammensetzen und eine Lösung finden. Tun sie das nicht, kann aus einer kleinen Auseinandersetzung eine große Krise entstehen. Kommt die Führungskraft mit Konfliktgesprächen nicht weiter, dann kann eine Mediation am Arbeitsplatz hilfreich sein.

Was ist eine Mediation?

Eine Mediation ist ein moderiertes Verfahren, um Konflikte gemeinsam zu bearbeiten. Dabei kommen verschiedene Gesprächstechniken zum Einsatz: gezielte Fragen ebenso wie aktives Zuhören und das Spiegeln von Gesagtem. Der strukturierte kommunikative Prozess setzt sich aus mehreren Phasen zusammen, an deren Ende ein gemeinsamer Lösungsansatz steht. Zen­trale Grundpfeiler einer Mediation sind Freiwilligkeit, Allparteilichkeit und ein ergebnisoffenes Verfahren.

Wer führt eine Mediation am Arbeitsplatz durch?

Theoretisch kann die Führungskraft selbst eine Mediation durchführen, sofern sie über Grundkenntnisse zum Thema verfügt. Insbesondere bei größeren Konflikten ist es aber meist sinnvoll, eine externe, fachlich geschulte Person zu beauftragen – nicht zuletzt, um Neutralität zu gewährleisten. Organisationen wie der Bundesverband Mediation Wirtschaft und Arbeitswelt e. V. helfen bei der Suche nach einer Fachperson.

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Warum lohnt sich eine Mediation?

Schwelende Konflikte belasten das ganze Team. Die angespannte Stimmung erhöht das Stresserleben, Ärger demotiviert, die Arbeitsleistung leidet. Auch das Risiko für Arbeitsunfälle steigt, wenn Beschäftigte durch die permanente Anspannung unkonzentriert sind. Zudem ist ein ungelöstes Problem, das Unternehmensentscheidungen verzögert, auch ein wirtschaftliches Risiko.

Hinweis:

Nicht immer ist eine Mediation geeignet. Ist eine Auseinandersetzung etwa bereits eskaliert, besteht ein starkes Machtungleichgewicht zwischen den Parteien oder geht es um rein rechtliche Themen, braucht es andere Maßnahmen.

Mediation Schritt für Schritt:

  1. Rahmenbedingungen klären: Die Mediatorin oder der Mediator erklärt den Prozess und die Regeln.
  2. Themen und Ziele benennen: Worum geht es den Konfliktparteien, welche Themen sollen angesprochen werden und was ist das gewünschte Ergebnis der Mediation?
  3. Perspektiven/Bedürfnisse beleuchten: Die Mediatorin oder der Mediator ergründet mit gezielten Fragen den „wahren“ Konflikt: Welche Bedürfnisse und Wünsche stehen hinter der Auseinandersetzung?
  4. Lösungen suchen und verhandeln: Eine kreative Ideen­findung durch die Konfliktparteien wird von der Mediatorin oder dem Mediator moderiert. Realistische Lösungen werden nach und nach eingegrenzt.
  5. Lösungen beschließen, Konflikt beilegen: Bestenfalls wird Konsens für eine Lösung erreicht. Diese wird schriftlich fixiert.